Was Sie zum Autoverkauf wissen sollten
Tagtäglich finden sich viele Verkaufsanzeigen für Gebrauchtwagen im Internet und in Zeitungen. Die Angebote reichen vom Jahreswagen bis hin zu älteren Fahrzeugmodellen. Doch was muss man beim Autoverkauf beachten? Hier erfahren Sie, welche wichtigen Punkte es beim Verkauf eines Autos zu beachten gibt.
Oberstes Gebot: Bekannte Mängel angeben
Nichts ist für einen Autokäufer frustrierender und ärgerlicher, als ein Fahrzeug zu erstehen und dann festzustellen, dass dieses erhebliche Mängel aufweist, die beim Anschauen und Probe fahren vielleicht nicht direkt ins Auge fallen. Häufig handelt es sich dabei um verschwiegene Unfälle und nach wenigen Wochen rostet womöglich der provisorisch reparierte Unterboden durch oder andere, nicht unerhebliche Mängel kommen zum Vorschein. Als Verkäufer sollte man sich in die Lage des Käufers versetzen. Besonders bei Privatverkäufen möchte man seinem Gegenüber vertrauen können und sich darauf verlassen, dass alle Mängel angegeben werden.
Denn das Verschweigen von Mängeln und alten - wenn auch reparierten - Unfallschäden macht nicht nur den Käufer unglücklich, es ist sogar hochgradiger Betrug und somit eine Straftat.
Bei einem Autoverkauf muss man deshalb unbedingt ALLE Mängel, Unfallschäden, Verschleiße und dergleichen angeben. Kleinere Beulen und Kratzer, sowie bald auszutauschende Verschleißteile wie Bremsen und Co., sollte ein Verkäufer nicht unbedingt in der Annonce, sondern aber in jedem Fall vor Ort mit den Interessenten besprechen. Nur so weiß ein potentieller Käufer, was ihn erwartet und kann mit diesem Wissen eine richtige Entscheidung treffen.
Auto waschen, aber niemals den Motorraum
Viele Betrüger, welche minderwertige und kaputte Fahrzeuge anbieten, neigen dazu, vor der Besichtigung eine Motorwäsche durchzuführen. So werden Käufer getäuscht, denn austretendes Öl im Motorraum wird weggewaschen und der Wagen als heil zum Kauf angeboten. Vielen ist bekannt, dass austretendes Öl meist ein Zeichen für eine defekte Zylinderkopfdichtung ist. Dieser Mangel ist sehr aufwendig zu reparieren und dadurch kostenintensiv.
Beim Autoverkauf muss auf eine defekte Zylinderkopfdichtung, wie auf alle anderen Mängel auch, hingewiesen werden. Ist die Dichtung in einem guten Zustand, ist der Motorraum ohne Motorwäsche zwar dreckig, aber nicht verölt. Für einen Käufer ist dies ein Zeichen für einen tadellosen Motor. Selbst, wenn der Motor in Ordnung ist, schrecken viele Interessenten vor dem Kauf zurück, wenn der Motorraum frisch gewaschen ist. Somit sollte man zwar den Wagen einmal komplett von außen und im Innenraum waschen, den Motorraum aber in seinem ursprünglichen Zustand lassen.
Welchen Preis sollte man bei Autoverkauf verlangen?
Dies hängt zum einen vom Alter und Zustand des Fahrzeuges ab. Ist das Fahrzeug nicht allzu alt, kann man einen Richtwert erhalten, wenn man einen Restwert ermittelt. Dies kann man bei jüngeren Autos im Internet tun. Auch fachkundige Werkstätten können zum möglichen Verkaufspreis Tipps geben. Besonders bei älteren Modellen empfiehlt es sich immer, einen Blick auf gängige Anzeigenmärkte für Automobile zu werfen sich dann nach den Verkaufspreisen zu richten, welche von anderen Verkäufern angegeben werden. Die goldene Mitte ist meist optimal, um schnell einen Käufer zu finden.